Arbeitslos trotz Studium? Das müssen Sie beachten!

Trend: Akademisierung

Für viele junge Menschen gilt heute das Studium als Garantie dafür nicht in die Falle Arbeitslosigkeit zu geraten. Die Zahlen scheinen ihnen Recht zu geben. Denn vor allem Akademiker profitieren von der Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes. Der aktuelle Report der Bundesagentur für Arbeit und des statistischen Bundesamtes zeigt: Jeder fünfte Erwerbstätige ist Akademiker. Waren es 2005 laut statistischem Bundesamt noch 6 Millionen, steigt die Zahl der erwerbstätigen Akademiker 2016 auf 8,3 Millionen an, so die Arbeitsmarkt-Broschüre für Akademiker 2017. Die Zahl der akademischen Fachkräfte wächst dabei in allen Erwerbsformen überdurchschnittlich. 52 Prozent der erwerbstätigen Angestellten und Arbeiter haben mindestens einen Fachhochschulabschluss. Auch die Studierendenzahl ist im Wintersemester 2015/16 mit 2,8 Millionen so hoch wie nie zuvor. Das Fachkräftepotenzial von Akademikern werde deshalb in den nächsten Jahren weiter spürbar steigen, so der Bericht. Das Fazit also: Gute Bildung = gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Und wie sieht es mit der Arbeitslosigkeit bei Akademikern aus?
Auch hier stimmen die Zahlen positiv: Die Zahl arbeitsloser Akademiker hat sich 2015 gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Arbeitslosenquote ist mit 2,6 Prozent 
sehr gering (2014).

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Achtung: Akademiker-Schwemme

Auch wenn die Akademiker-Arbeitslosenquote niedrig ist, bedeutet das nicht, dass jeder Master of Arts oder Promovierte eine qualifizierte Stelle bekommt. Denn viele Akademiker sind zwar nicht direkt von Arbeitslosigkeit betroffen. Sie sind aber für die von ihnen ausgeübten Jobs überqualifiziert.

Diesen Überschuss an Akademikern beklagt auch der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU) Volker Fasbender. „Wir haben keine Jobs für all die Akademiker“, präsentierte Fasbender das Ergebnis einer VhU-Studie „Fachkräfte für die Industrie 4.0 – für eine Neuorientierung im Bildungssystem“. Seine Forderung: „Wir brauchen mehr Azubis und weniger Akademiker.“ Denn die theoretische Kompetenz der Akademiker seien, so Fasbender, für den Arbeitsmarkt weniger relevant als Praktiker, die diese umsetzen können. Der Hauptgeschäftsführer der VhU plädiert dafür, dass duale Ausbildung und das Abitur gleichwertig behandelt werden, um Deutschland fit für die digitale Zukunft zu machen.


Augen auf bei der Berufswahl

Viele junge Menschen, die vielleicht besser in Ausbildungen aufgehoben wären, streben also dem allgemeinen Trend folgend ein Studium an. Die Folge: Laut Fasbender scheitern sie aber am Ende an der Theorie und sind dann doch von Arbeitslosigkeit bedroht. Vor allem technische Studiengänge weisen eine besonders hohe Abbruchrate auf, so Fasbender weiter. „Circa 25.000 Personen befinden sich aktuell in Hessen auf dem Weg zur Hochschulberechtigung über Fachoberschulen oder ähnliches, statt eine duale Ausbildung aufzunehmen. Die Abbruchquote liegt in technischen Studiengängen bei bis zu 50 Prozent“, resümiert der Hauptgeschäftsführer der VhU.
Also Achtung bei der Berufswahl: Nicht immer ist ein Studium der richtige Einstieg in die Arbeitswelt und damit eine Garantie dafür von Arbeitslosigkeit verschont zu bleiben. Eine gute Ausbildung kann je nach Berufswunsch die bessere Wahl sein. Wichtig ist auch, nicht in die Aushilfsjobfalle zu tappen oder von einem Praktikum ins nächste zu fallen. Bei der Berufswahl kommt es darauf an die eigenen Talente, die Stärken und Schwächen zu kennen, um den passenden Job für sich zu finden.

 


Wendepunkt: Neuorientierung

Auch ein guter Studienabschluss ist dabei noch lange keine Garantie von verschont zu bleiben und einen guten Job zu finden. Denn der Sprung vom Studium in die Arbeitsweilt ist die schwierigste Hürde für Akademiker. Viele bleiben im Praktikumskreislauf hängen oder verdienen sich als Aushilfskraft etwas dazu. Für etliche Arbeitgeber ist es nämlich günstiger einen Studenten im Nebenjob zu beschäftigen als einen ausgebildeten Akademiker festanzustellen. Berufsstartstatistiken über die verschiedensten Studienfächer zeigen: Beim Berufseinstieg ist jeder dritte Akademiker in Deutschland atypisch, also nicht in seinem studierten Fachbereich beschäftigt. 45 Prozent aller Neueinstellungen sind dabei befristet, das zeigen Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.
Wenn man im falschen Job steckt oder gar keinen passenden Job findet, ist eine Neuorientierung oft der richtige Schritt. Hier kann zum Beispiel ein individuelles Coaching helfen, den Weg in den Job zu finden oder die eingeschlagene Richtung im Job zu wechseln. Also Kopf aus dem Sand und Blick nach vorne! Denn wer gut qualifiziert ist und etwas Ausdauer mitbringt, findet auch seinen Traumjob.

Ausweg: Weiterbildung.
Hier helfen berufsqualifizierende Weiterbildungen und Coachings, um den Weg aus der Arbeitslosigkeit zu finden. Spezielle Förderprogrammen, wie Bildungsscheck und Bildungsgutschein reduzieren dabei die Kosten.


Wege aus der Arbeitslosigkeit

Was tun, wenn man doch arbeitslos geworden ist? Das eigene Netzwerk nutzen, rät Psychologin Madeleine Leitner, die als Coach in München arbeitet. Arbeitslose sollten sich dabei nicht auf Stellen bewerben, die nicht ihrer Qualifikation entsprechen. „Man erhöht dadurch nicht seine Chancen, sondern erzielt mehr Ablehnung, weil die Konkurrenz noch größer ist“, so Leitner.

Ihr Tipp: Sich nicht verstecken, sondern offen mit der Arbeitslosigkeit umgehen und darüber sprechen. Das erhöht die Chancen auf Jobangebote über Dritte. Denn nur ein Drittel der Stellen werden ausgeschrieben und zwei Drittel werden über den verdeckten Stellenmarkt vermittelt, über Freunde und Bekannte, so Leitner weiter.

Auch Initiativbewerbungen zu schreiben, die genau auf die Firma und das eigene Potential zugeschnitten sind, erhöhen die Chancen auf einen Job und können ein Weg aus der Arbeitslosigkeit eröffnen.
Nicht vergessen: Anrufen, den genauen Ansprechpartner herausfinden und wichtige Informationen über das Unternehmen sammeln! Denn hier führt nur ein individuelles Anschreiben mit der persönlichen Note zum Ziel.

Also werden Sie selbst aktiv, nutzen Sie das eigene Netzwerk, kontaktieren Sie ehemalige Kollegen, Freunde und Bekannte und besuchen Sie uns auf der myQ Weiterbildungsmesse!

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