Blended Learning in der Personalentwicklung

An dieser Stelle veröffentlichen wir heute einen Gastbeitrag von Stefanie Meise, der Leitung der IBB Business Akademie, einem unserer Aussteller.

 

Welche Vorteile bringt Blended Learning in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt?

Bereits fast 60 % der Fach- und Führungskräfte arbeiten teilweise oder ganz mobil. Sie arbeiten also entweder von zu Hause oder von unterwegs aus via Laptop und Smartphone. Wie sieht es da mit der betrieblichen Weiterbildung aus? Welche Lösungen werden eingesetzt, um den digitalen betrieblichen Lernanforderungen Rechnung zu tragen?
Das beliebteste Weiterbildungskonzept ist seit Jahren das Blended Learning. Mehr als 95 % der Unternehmen, die bereits digitale Lernlösungen in ihrer Weiterbildung einbinden, setzen auf Blended Learning.

 

Was ist Blended Learning?

Blended Learning ist das Beste aus zwei Welten: Es kombiniert Präsenzschulungen wie Workshops, Coachings und Seminare mit onlinebasierten Lernformaten. Bei den Online-Formaten wird unterschieden in synchrone Formate, die zeitgleiche Kommunikation ermöglichen, und in asynchrone Formate, bei denen die Kommunikation zeitlich versetzt erfolgt.

 

Welche Lernformate eignen sich?

Grundsätzlich eignen sich alle Lernformate im Blended Learning, die den Inhalt und das Lernziel richtig unterstützen. Dabei kann man aus dem Vollen schöpfen:
Synchrone Formate sind zum Beispiel Webinare, Live-Online-Coachings oder Virtual Classrooms. Asynchrone Lernformate finden sich im Lernmanagementsystem (LMS), bei Videos und bei Audioformaten wie Podcast und Chats wieder. Immer beliebter wird das kollaborative Lernen, das in Foren, Communitys und in Blogs stattfindet. Es steht also ein ganz bunter Mix an Lernformaten zur Verfügung.
Welche Kombination innerhalb der betrieblichen Weiterbildung gewählt wird, sollte zu allererst vom Lerninhalt und Schulungsziel abhängig gemacht werden. Diese beiden Parameter sind der „Schmierstoff“, damit ein Konzept erfolgreich und effizient werden kann. Das Format unterstützt das Lernen optimal.
Blended Learning selbst ist strenggenommen kein Lernformat, sondern ein Blended-Konzept, das aus verschiedenen Lernformaten besteht.

Man holding social object

5 Gründe, warum Blended Learning so beliebt ist

Flexibilität
Content-basierte Lernformen wie Videos, Skripte, Quiz ermöglichen ein selbst bestimmbares Lerntempo. Durch Zeit- und Ortsunabhängigkeit kann der Lernende seine Lerneinheiten beliebig wiederholen und das Wissen vertiefen. Dabei kann das Vorwissen in Präsenzveranstaltungen oder synchronen Veranstaltungen – z. B. im virtuellen Klassenzimmer – angeglichen und für weiterführendes Lernen besser genutzt werden.

Betriebliches Lernen „on demand
Wissen wird immer schneller und bedarfsspezifischer am Arbeitsplatz benötigt. Dabei wird die Möglichkeit des vernetzten Austauschs unter den Beschäftigten stets relevanter. Blended Learning Konzepte geben hier mit den Möglichkeiten von Foren, Netzwerken und Live-Online-Lernlösungen eine schnelle Antwort und regen den kollegialen Austausch an.

Individualisiertes Lernen
Außer Acht lassen darf man jedoch nicht, dass das selbstgesteuerte Lernen und die Verantwortung des Lernenden als Voraussetzung für einen nachhaltigen Lernerfolg dienen. Blended Learning fördert in diesem Sinne individuelles, selbstverantwortliches Lernverhalten und unterstützt die Flexibilität der Mitarbeiter im Arbeitsprozess. Unternehmen sind andererseits angehalten, diese „freiere betriebliche Lernkultur“ ausdrücklich zu unterstützen.

Lernen auf Augenhöhe
Der Weg des Lernens wird in klassischen Seminaren überwiegend durch Trainer vorgegeben. In Blended Learning Formaten stehen die inhaltliche Auseinandersetzung, die Reflexion und der Praxistransfer im Vordergrund. Die Trainer sind während den Lernphasen Begleiter und Moderator; sie gewährleisten intensive Betreuung über das Internet, geben direktes Feedback und kontrollieren den individuellen Lernerfolg.

Kosten
Kosten spielen eine wichtige Entscheidungsrolle für Blended Learning. Gerade bei der Abwägung, welche Lernformate Unternehmen beim Blended Learning einsetzen möchten, lohnt es sich, auf die Kosten zu schauen. Die Einstiegskosten für ein Blended Learning Konzept fallen im Vergleich zu einem klassischen Trainingsprogramm oft höher aus. Das liegt vor allem daran, dass die Produktionskosten zu Beginn zu Buche schlagen, wenn z. B. Videos, Audios oder Tests entwickelt werden müssen. Aber im Vergleich zu großen E-Learning-Programmen ist Blended Learning im Vorteil. Es rechnet sich vor allem dann, wenn solche Konzepte mehrfach realisiert werden können.

Zusammenfassung
Blended Learning das Weiterbildungsformat der Zukunft für Unternehmen, die auch in der betrieblichen Weiterbildung digitale Weichen stellen möchten, dabei vor allem die Mitarbeiterentwicklung und -bindung aller Generationen im Blick haben und gleichzeitig sehr schnell auf Marktanforderungen reagieren wollen. Von Vorteil dabei ist, dass Unternehmen diese Konzepte bereits mit relativ geringem Aufwand anstoßen können, ohne direkt in große E-Learning-Programme zu investieren. Sie bleiben auch in der Weiterbildung modern und flexibel.

 

Wer sich für ein Blended-Learning-Konzept für seine Mitarbeiter interessiert, findet auf der myQ 2017 vom 17.-18. März in Düsseldorf dazu den richtigen Ansprechpartner. Mitarbeiter der IBB Business Akademie werden am Stand 2B13 alle Fragen dazu beantworten. Auch, wer sich allgemein für Weiterbildungen, sei es betrieblich oder privat, interessiert, ist herzlich eingeladen. Alle Infos zu unseren Ausstellern hier und auf unseren Social Channels Facebook, Xing, Twitter und LinkedIn.

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