Coaching – Baustein der Weiterbildung

Die myQ Messe für Weiterbildung und Entwicklung freut sich über die Kooperation mit der International Coach Federation (ICF) Deutschland. Am 24. November 2017, parallel zur myQ Messe in München, lädt die ICF Deutschland zum jährlich stattfindenden Coachingtag ein – diesmal zu den Themen „Zukunft Weiterbildung“ und „QualitätsCoaching“. Wie relevant Weiterbildungsmaßnahmen für die berufliche, als auch persönliche Entwicklung sind und welche Rolle Coaching dabei spielt, wollen wir von Frau Dr. Geertje Tutschka im Interview erfahren. Sie ist die Vorstandsvorsitzende der ICF Deutschland und selbst als Coach tätig.

Wollen Sie sich über aktuelle Themen und Trends im Bereich Coaching und Weiterbildung informieren? Dann schauen Sie doch bei der myQ-Weiterbildungsmesse in München und dem Coachingtag vom 24.-25. November 2017 vorbei, oder vom 16.-17. März 2018 bei der myQ in Düsseldorf. Hier erhalten Sie einen fundierten Überblick über den Weiterbildungsmarkt! Alle Infos auch auf unseren Social Channels Facebook, Xing, LinkedIn und Twitter. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


1. Liebe Frau Dr. Tutschka, Sie sind Rechtsanwältin, Dozentin an der Fernuni Hagen und Autorin, um nur einige wenige Ihrer vielen Tätigkeiten aufzuzählen. Daneben geben Sie auch Seminare und Workshops für Juristen im Bereich des Training und Mentoring. Welchen Stellenwert hat hier Coaching?

Coaching ist in der Legal Branche etwas, was erst in den letzten Jahren Akzeptanz erfährt. Gerade Juristen sind sehr skeptisch und wenig experimentierfreudig. Aufgrund der konservativen Ausbildung, die fast ausschließlich rein fachlicher Art ist, sind sie es nicht gewohnt, interdisziplinär zu arbeiten und besondere Soft Skills auszubilden. Das rächt sich jedoch, wenn die Junganwälte und Nachwuchsjuristen in die Praxis entlassen werden. Selbstverständlich sind betriebswirtschaftliches Verständnis, Grundkenntnisse von Marketing und Projektmanagement hilfreich, wenn man eine Kanzlei eröffnet oder als Unternehmensjurist startet. Ganz zu Schweigen von Kommunikations- und Führungskompetenz. Coaching ist folglich sehr oft das individuelle Folgeprodukt nach einem Training oder Workshop, um das Gelernte tatsächlich in die eigene Kanzlei nachhaltig zu implementieren. Daneben wird Coaching wie in anderen Branchen eingesetzt; um die Karriere strategisch zu entwickeln, die eigene Kanzlei neu zu positionieren, seine Performance zu steigern  oder schlicht, um bestimmte persönliche Lebensthemen zu bearbeiten.

Es gilt wie überall: Selbstverständlich geht es auch ohne Coaching – aber mit Coaching kommt man einfach schneller und treffsicherer ins Ziel. Und wer hat heute schon noch Lebenszeit zu verschenken?


2. Stellen Sie bitte kurz die ICF Deutschland dar und was den Verband von anderen Coach-Verbänden unterscheidet.

Die International Coach Federation (ICF) hat 30.000 Mitglieder in 140 Ländern, davon sind 20.000 nach den Qualitätskriterien des ICF zertifiziert. Das bedeutet, dass jeder dieser Coaches mindestens 80 Klienten erfolgreich und qualitativ hochwertig gecoacht hat. Das sind 1,6 Millionen zufriedene Coachingkunden rund um den Globus.
Die ICF hat sich der Förderung des Coaching-Berufs verschrieben und arbeitet ständig am Aufbau eines weltweiten Netzwerkes aus lizenzierten Coaches in vielfältigen Coaching-Disziplinen. Die ICF repräsentiert aktiv alle Facetten der Coaching-Branche, darunter Unternehmens-, Lebens-, Führungskräfte-, Beziehungs- und Karriere-Coaching. Alle Mitglieder arbeiten am gemeinsamen Ziel, das Bewusstsein für Coaching zu verstärken, die Integrität des Berufsstandes zu bewahren und sich kontinuierlich anhand der neuesten Forschungen und Praktiken weiterzuentwickeln.

Wir sind der größte Berufsverband professioneller Coaches weltweit, d.h. unsere Mitglieder sind alle hochwertig ausgebildet und arbeiten als Coach.
Innerhalb Deutschlands unterscheiden wir uns von anderen Verbänden dadurch, dass wir als einer der wenigen Verbände nur professionelle Coaches als Mitglieder haben (keine Coachinteressierten, Trainer oder Berater) und gleichzeitig Coaches auf der ganzen Welt vereinen und nicht an den deutschen Ländergrenzen aufhören.

Mit dem Round Table der Coachingverbände (RTC) setzen wir uns für eine Vereinheitlichung von Qualitätsstandards auch in Deutschland ein. Diese einheitlichen Qualitätsstandards für Deutschland  werden beispielsweise vom RTC auf dem Coachingtag vorgestellt.


3. Der Coaching Tag der ICF Deutschland findet parallel zur myQ Weiterbildungsmesse statt. Was sind die Beweggründe seitens ICF Deutschland ihre wichtigste Jahresveranstaltung mit der myQ Messe zusammenzulegen?

Unser Coachingtag wird in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag feiern. Längst hatte er sich aus einer reinen Mitgliederveranstaltung heraus zu einem „Geheimtipp“ der Coaching-Branche entwickelt. Mittlerweile ist dieser zu einem festen Bestandteil der Coachingkongreß-Szene Deutschlands aufgestiegen. Aufgrund immer größerer Nachfrage war es dringend an der Zeit, der Veranstaltung ein neues modernes Gesicht zu geben. Das neue Konzept sollte vor allem unsere Verbandsziele unterstützen: Professionalisierung und Qualität. Deshalb haben wir nach einem starkem und kompetentem Partnern gesucht – und diesen in der myQ Weiterbildungsmesse gefunden, einem Profi auf dem Gebiet des Messe- und Eventmanagement. Wir sind sehr stolz auf diese langfristige Zusammenarbeit.

Das Jubiläum im November wird damit gleichzeitig der Startschuss für das neue Veranstaltungskonzept und der Beginn von etwas ganz und gar Neuem und Großartigem sein – einzigartig auf dem deutschsprachigen Markt.

 

 

4. Der Verband der ICF Deutschland ist an beiden Messetagen mit einem eigenen Stand auf der myQ Messe vertreten. Welchen Mehrwert bietet die ICF Deutschland interessierten Messebesuchern?

Die Internationale Coach Federation (ICF) wird sich auf dem Messestand als Berufsverband professioneller Coaches präsentieren – gemeinsam mit dem deutschsprachigen ICF DACH, den deutschen Nachbarländern, sowie ausgewählten GastChaptern des ICF. Das bietet den Messebesuchern vor allem den Mehrwert, sich zusätzlich zum Kongressprogramm auf dem Coachingtag, direkt über unsere weltweit einheitlichen Standards informieren zu können. Die ICF-Coachingausbildung ist auf dem Arbeitsmarkt weltweit anerkannt.

Für Personaler und Unternehmen werden wir unsere neuaufgelegte HR-Broschüre „Qualitätsmanagement im Coaching“, welche speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen ist, ausliegen haben und weiterführende Informationen geben.

Weiterbildungsinteressierte finden viele nützliche Tipps, woran Sie einen guten Coach erkennen können oder worauf sie bei einer Coaching-Ausbildung achten sollten. Dafür stehen ausgewählte Coaches und Ausbilder vor Ort am Stand und beraten Interessierte gern.

Und Coaches werden unsere Kooperationspartner spannend finden, die erstmalig dabei sein werden. Unser Kooperationspartner unterstützen unsere Mitglieder das ganze Jahr hindurch in vielfältiger Hinsicht und tragen daher deutlich zu deren Professionalisierung bei.


5. Auf der myQ-Messe finden Besucher, neben zahlreichen renommierten Ausstellern aus dem Weiterbildungs- und Erwachsenenbildungssektor, die Coaching-Zone vor. Neben kurzen Einzelcoachings, Beratungsgesprächen oder konkreten Angeboten zu Coaching-Seminaren werden hier inspirierende Redebeiträge auf dem Tagesprogramm stehen. Wie greifen Weiterbildung und Coaching ineinander?

Coaching ist ein ganz wesentlicher Baustein im Rahmen der Weiterbildung. Während andere Angebote vor allem Wissen transferieren und Know How vermitteln – Seminare, Workshops, Trainings – sichert Coaching das persönliche Fortkommen des Einzelnen. So bleibt vermitteltes Wissen nicht nur Theorie. Beides Zusammen stellt also eine ideale gegenseitige Ergänzung dar.

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