Unglücklich im Job durch miese Kollegen

Sie fallen anderen ins Wort, halten sich nicht an Vorgaben oder füllen schlicht das Papier im Drucker nicht nach. In so ziemlich jedem Unternehmen gibt es sie wohl, die miesen Mitarbeiter. Und die Kollegen leiden unter ihnen, werden dadurch unglücklich im Job. Wir haben hier zusammengefasst, wie man solche Kollegenschweine, wir nennen sie in diesem Blog mal beispielhaft „Frau Meyer“, erkennt und sich vor ihnen schützt.

 

Kollegial, vertrauenswürdig und loyal…

… so wirken die Kollegen dieser Spezies nach außen oft. Doch es ist Vorsicht geboten. Heute ist Frau Meyer die beste Freundin von Frau Fink, morgen zieht sie mit einer dritten Kollegin über ebendiese beste Freundin her. Das gilt es zu durchschauen. Etwa, indem man ein Gerücht im Job streut, das man nur Frau Meyer erzählt. Weiß es am nächsten Tag das halbe Büro, ist der miese Charakter schnell offenbart.

Noch zwei auffällige Merkmale: Frau Meyer wälzt immer wieder eigene Aufgaben auf andere Mitarbeiter im Job ab, und zwar ohne triftigen Grund. Das Lob für die getane Arbeit steckt sie aber am liebsten selbst ein. Das zweite Merkmal: Frau Meyer hat immer zu jedem Thema eine Meinung und tut diese auch kund, obwohl sie oft keine Ahnung von der Materie hat. Ihr Motto: Hauptsache im Gespräch bleiben und auffallen.

Das letzte und hinterhältigste Merkmal von Kollegen im Job wie Frau Meyer ist aber: das Einschleimen beim Chef. Egal, wie vertraulich die Dinge sind, die sie im Team erfahren hat – ab damit in die Chefetage, man könnte sich ja im Job einen Vorteil daraus verschaffen.

 

Gegenangriff – bestimmt, aber ruhig

Besonders in der Anfangszeit in einem neuen Unternehmen ist es sinnvoll, erst einmal ruhig zu bleiben. Lasst das Team auf euch wirken, kommt mit Kollegen in den Pausen ins Gespräch und findet so nach und nach heraus, wer welche Stellung im Job unter den Mitarbeitern hat. Gleich in den ersten Tagen auf Konfrontationskurs zu gehen, ist eher ungeschickt. Eventuell ist Frau Meyer, die euch in der ersten Woche schon auf die Palme gebracht hat, gar nicht so schlimm und man muss erst hinter ihre Fassade blicken, um zu erkennen, dass sie es eventuell gar nicht böse meint.

Und falls doch: bietet keine Angriffsfläche. Auch wenn Frau Meyer sich nicht so verhält, wie man es von Menschen aus seinem Privatleben kennen oder erwarten würden – ihr seid beim Job, nicht zuhause und somit hat das oftmals gar nichts mit euch persönlich zu tun. Was in diesem Zusammenhang auch wichtig ist: Fehler offen eingestehen, denn dann kann von Kollegen im Job auch kein Strick draus gedreht werden.

Wenn alles nichts bringt und ihr das Gefühl habt, Frau Meyer behindert eure Arbeit erheblich oder untergräbt eure Autorität: sprecht die Missstände offen und ehrlich an. Denn nur, wenn ihr niemand im Job die Stirn bietet, kann sie ungehindert agieren. Bei so einem Gespräch kommt es dann auf den richtigen Ton an. Den ganzen Frust lautstark rauszulassen, bringt weder euch noch der Beziehung zu Frau Meyer was. Unsere Tipps: nicht persönlich werden, seine Meinung deutlich und ehrlich vertreten und wenn man von einer bestimmten Verhaltensweise Frau Meyer´s genervt ist, erst einmal nachfragen, ob sie sich dessen bewusst ist. Oft sind es kleine Missverständnisse unter Kollegen, die einfach zu klären sind. Dann stellt sich nur noch die Frage nach dem richtigen Ort und der richtigen Zeit für so ein klärendes Gespräch. So etwas zwischen Tür und Angel anzusprechen, ist wenig hilfreich. Am besten vereinbart man einen Termin oder trifft sich kurz nach dem Job mit dem Kollegen. Muss man mitten im Gespräch aufhören, kann das eher hinderlich als förderlich sein.

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Sei selbst so, wie du es dir von anderen wünschst

Das ist unser Tipp zum Abschluss: ein bisschen von Frau Meyer steckt wohl in jedem von uns, aber man kann sich zumindest Mühe geben, dass das nicht so ist. Lästert nicht mit Kollegen in der Mittagspause, lasst keine abfälligen Bemerkungen über andere fallen und sorgt so gemeinsam für ein gutes Klima im Job. So tragt auch ihr einen Teil dazu bei, dass Frau Meyer keine Chance hat. Und bevor ihr das Unternehmen wegen solchen Kollegen gar verlassen wollt, sprecht mit dem Chef. Eventuell kann er euch helfen oder euch in ein anderes Team versetzen.

 

Wenn gar nichts mehr hilft und ihr dank eurer Kollegen einfach nur noch unglücklich im Job seid, ist oft der letzte Ausweg eine neue Stelle. Sei es in demselben Unternehmen in einer anderen Position oder der Wechsel in eine andere Firma. Eine berufliche Weiterbildung oder Fortbildung kann hier der erste Schritt sein. Kommt zur myQ in München am 24. oder 25. November oder vom 16.-17. März 2018 nach Düsseldorf und informiert euch bei unseren Ausstellern über die Möglichkeiten eines Fernstudiums oder eines IHK-Kurses. Wir freuen uns auf euch und stehen euch mit Rat und Tat zur Seite. Alle Infos gibt´s auf unseren Social Channels Facebook, Twitter, LinkedIn und Xing.

(Anm. d. Rdkt.: Der Name „Meyer“ wurde zufällig ausgewählt und hat keinerlei Bezug zur Realität)

Kommentarliste

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  • Sehr schöner Beitrag. Du sprichst mir aus der Seele.

    Die meisten Menschen wissen ganz genau, dass sie nicht zufrieden mit ihren Jobs sind, und, dass sie ihn nicht ihr ganzes Leben ausführen möchten, trauen sich aber nicht, etwas zu verändern und sehen keine Perspektiven.

    Sobald man sich aber endgültig mit seiner Lebenssituation zufrieden gibt, wird man immer passiver, immer unzufriedener und setzt sich keine Ziele für ein besseres Berufsleben.

    Das menschliche Leben zeichnet sich seit jeher durch Veränderung aus.

    Wenn du mit deiner Situation nicht zufrieden bist, suche nach Alternativen, suche nach Lösungen, setze dir Ziele, werde aktiv und verändere etwas.

    Dazu habe ich auch einen Beitrag geschrieben. Ich beschäftige mich seit Längerem mit diesem Thema: http://sh-lifestylecoaching.com/ungluecklich-im-job-symptome-anzeichen-ungluecklich-im-beruf/

    Viel Erfolg an alle, die neue Perspektiven suchen!

    Sascha von SH-Internetmarketing

    PS: Geniales Bild mit der Augenbinde^^

    • Eva Ernst 13 / 09 / 2017 Reply

      Hey Sascha,

      vielen Dank für Deinen Feedback!

      Wie ich in Deinem Blog sehe, haben wir eine Menge Themenüberschneidungen.

      Wenn Du Lust hast bei der #myQMesse in München oder Düsseldorf vorbeizuschauen – hier präsentieren sich neben interessanten Ausstellern aus dem Weiterbildungsbereich auch auch Coaches u.a. auch mit interessanten Redebeiträgen.

      Mail mich bei Interesse gern direkt an unter eva.ernst@exibit.one. LG Eva

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