Stichwort Karriere – das wollen Fachkräfte

Mehr Gehalt? Oder flexible Arbeitszeiten? Die StepStone Trendstudie 2016 hat untersucht, was Fachkräften der heutigen Zeit wichtig ist und was sie bei ihrer Karriere eher hinten anstellen. Fest steht: Fach- und Führungskräfte sehen ihrer zukünftigen Karriere entspannt entgegen. Über zwei Drittel betrachten ihren Arbeitsplatz als sicher, und auch was den Jobwechsel angeht, sehen sie keine Probleme. Und das müssen besonders Fachkräfte aus den Berufsfeldern IT, Finanzen, Marketing, HR und Medizin nicht: hier sind die Chancen, einen Job zu ergattern und Karriere zu machen, aktuell besonders gut. Schon jetzt sind qualifizierte Fachkräfte Mangelware, und aufgrund der demographischen Entwicklung wird sich diese Situation laut StepStone auch weiter verschärfen. Wichtig für die Unternehmen: langfristige Bindung der Spezialisten!

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Fachkräfte kennen ihren Marktwert

Dass sich so viele Fachkräfte keine Sorgen um die weitere Karriere machen, liegt am neuen Selbstbewusstsein. Das steigt mit der Berufserfahrung. 84% glauben, maßgeblich zum Erfolg ihres Unternehmens beizutragen. Und dafür wollen sie belohnt werden. Sei es indem, dass der Arbeitgeber sie mehr in Entscheidungsprozesse mit einbezieht oder ihnen mehr Gehalt bezahlt. Und wenn es im alten Unternehmen nicht mehr so funktioniert, wie die Fachkräfte es sich wünschen, muss der nächste Karriereschritt her: In maximal einem halben Jahr hätten sie eine neue Stelle, so der Großteil der Befragten. Und das kommt nicht von ungefähr – qualifizierte Mitarbeiter werden dringend gesucht.

Auf die Frage, ob sie sich in fünf Jahren noch beim selben Arbeitgeber sehen, antworteten nur zwei von zehn Fach- und Führungskräften mit Ja. Für 43% der Befragten steht ein Wechsel schon fest, bei Marketing-Fachleuten sind es sogar 57%.


Alles für die Karriere – oder doch nicht?

Geld ist nicht alles – aber doch wichtig, das belegt auch die StepStone Studie. Nur rund ein Viertel der Befragten rechnen sich im bestehenden Job gute Chancen auf mehr Gehalt aus. Generell gilt: Wer jetzt schon gut verdient, hat auch größere Chancen auf eine Gehaltserhöhung. Pflegekräfte glauben kaum an mehr Geld bei ihrem aktuellen Arbeitgeber. Was den nächsten Karriereschritt oder Jobwechsel angeht, sehen die Befragten neben dem Gehalt (69 %) folgende Dinge als besonders wichtig an: Arbeit selbst gestalten (59%), mehr Entscheidungskompetenz (56%) und ein breiteres Aufgabenspektrum (47%). Was bei der überwiegenden Mehrheit vor allem zählt: Die Fachkräfte wollen sich absolut sicher sein, dass der neue Job zu ihnen passt. Je größer die Berufserfahrung, desto größer auch der Wunsch nach Sicherheit. Und dafür nehmen die Fachkräfte aber auch Hürden in Kauf. 47% wären bereit, für einen neuen Step in der Karriere umzuziehen oder zumindest zu pendeln. Auffallend bei der Studie: Führungskräfte sind eher dazu bereit, ihren Heimatort zu verlassen, als Fachkräfte ohne Personalverantwortung.

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Selbstständiges Arbeiten und nette Kollegen

Um die eigene Karriere nach vorne zu bringen, wünschen sich die Fachkräfte von heute neben mehr Gehalt auch ein gutes Klima im Kollegenkreis. Was besonders Frauen wichtig ist: die individuelle Gestaltung von Arbeitszeiten und Einsatzort. Laut Studie würde jede dritte in Teilzeit beschäftigte Frau gerne Vollzeit arbeiten, wenn es bessere Möglichkeiten für die Kinderbetreuung gäbe. Außerdem sind ihnen eine gute Zusammenarbeit und klare Kommunikation von Seiten des Chefs wichtig. Männern legen dagegen Wert auf mehr Einfluss in der Firma und haben weniger hohe Anforderungen an ihren Vorgesetzten als die weiblichen Beschäftigten.

Neben selbstständigem Arbeiten sind außerdem Kooperationsbereitschaft, Teamwork, gegenseitige Unterstützung und klare Kommunikation im Kollegenkreis von großer Bedeutung. Nur dann kann effektiv an der eigenen Karriere gearbeitet werden, nur dann sind die meisten Fachkräfte bereit, ihren derzeitigen Arbeitgeber zu verlassen. Von allen Kollegen wird von vornherein eine hohe soziale und fachliche Kompetenz erwartet, hier sei zudem das Stichwort Kritikfähigkeit genannt. Feedback geben und Feedback annehmen – das sollten Kollegen untereinander können. An oberster Stelle (87% der Befragten) steht die kooperative Zusammenarbeit im gesamten Unternehmen.


Die Bewerbung so einfach wie möglich gestalten

Um an neue, qualifizierte Fachkräfte zu gelangen, sollten Unternehmen den Bewerbungsprozess unkompliziert halten. Eine gute Performance bei der Stellenanzeige oder der Website schafft erste Pluspunkte. Ein zu komplizierter Bewerbungsprozess? Mehr als ein Drittel der Befragten bricht diesen dann ab und sucht sich andere Karrierewege. Eine Bewerbung über ein Online-Formular oder Portal? Auch hier sagen 25% Nein. Was dagegen viele der Befragten (47%) als Zukunft sehen, ist das Smartphone und damit die mobile Bewerbung. Einfacher und schneller ginge der Prozess dann, so die Meinungen. 22% erhoffen sich eine erhöhte Aufmerksamkeit durch eine Kurzbewerbung über das Handy. Sollte sich das durchsetzen, könnten wir eine Bewerbung mal eben in der U-Bahn abschicken, oder morgens mit dem ersten Kaffee. Let´s see!

Auch was das Vorstellungsgespräch angeht, haben die befragten Fachkräfte genaue Vorstellungen. Fast alle wollen den potenziellen Vorgesetzten kennenlernen, knapp die Hälfte wenigsten einen Kollegen und rund ein Drittel einen Ansprechpartner aus der Personalabteilung. Für Unternehmen gilt es, sich hier ehrlich zu präsentieren: Für über 80% der Befragten wäre es ein Ablehnungsgrund, wenn der angestrebte Arbeitsplatz nicht wie in der Beschreibung aussieht. Weitere Gründe für eine Absage sind ein inkompetenter Vorgesetzter sowie unattraktive Arbeitsbedingungen.

 

Es wird deutlich: Die Fachkräfte von heute (und morgen) sind selbstbewusst und haben hohe Ansprüche an ihre Arbeitgeber. Ein wichtiges Thema, um up to date zu bleiben und seine Karrierechancen zu pushen, ist Weiterbildung. Wer sich immer wieder weiterbildet, stärkt sich selbst, persönlich sowie beruflich.

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