Erfolgreiche Karriere durch Resilienz?

Sie begegnen uns im Alltag als auch im Berufsleben immer wieder – Menschen die sich kaum aus der Fassung bringen lassen. Persönliche Schicksalsschläge, Ärger im Büro mit Kollegen oder Vorgesetzten oder auch Lebenskrisen meistern sie ohne enorme Probleme.

Diese Stehaufmännchen bewahren meist deshalb einen kühlen Kopf, weil sie eine hohe Resilienz besitzen. Was aber meint Resilienz? Und kann man diese lernen?

Ja! Sie können Ihre Resilienz trainieren und z.B. durch ein Coaching verfestigen, um sich weiterzuentwickeln und zu stabilisieren. Besuchen Sie die myQ Messe für Weiterbildung und Entwicklung in München vom 24. – 25. November 2017 und treffen renommierte Coaches und Trainer, um sich näher zu informieren und beraten zu lassen. Leben Sie im Rheinland? Dann besuchen Sie uns im Frühjahr 2018 vom 16. – 17. März in Düsseldorf. Aktuelle Infos zu den Themen Karriere und Weiterentwicklung finden Sie in unseren sozialen Netzwerken Facebook, Xing, LinkedIn und Twitter, als auch in unserem myQ Blog.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Resilienz stärkt Körper und Geist

Hinter dem etwas sperrigen Begriff der Resilienz verbirgt sich die individuelle seelisch-emotionale Widerstandsfähigkeit des Menschen. Um eine Antwort darauf zu bekommen wie resilient man ist, ist ein ehrlicher Blick ins innere Selbst ein erster Schritt.

Wie gut oder weniger gut sind Sie mit einschneidenden Erlebnissen in der Vergangenheit umgegangen?

  • Die letzte Trennung einer persönlichen Beziehung hat Sie lang negativ beschäftigt?
  • Können Sie sich schnell an neue berufliche Situationen anpassen?
  • Fokussieren Sie auch im Stress noch das Wichtigste?
  • Ist eine Krise für Sie eine Chance auf positive Veränderungen?

Wenn Sie sich ehrliche Antworten auf diese Beispielfragen geben und dabei nicht gleich graue Wolken aufziehen, gehören Sie wahrscheinlich zu dem einen Drittel jener Menschen, die eine hohe Resilienz aufweisen. Selbst wenn Sie zu den anderen zwei Drittel gehören sollten, deren Resilienz nicht stark ausgeprägt ist, ist dies kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken.

Der Zusammenhang von Körper und Geist ist keine neue Erkenntnis der angewandten Psychologie, obgleich sich seit der Philosophie der Antike immer auch die drängende Frage stellt nach dem Leib-Seele-Problem. Dass ein gesunder Geist häufig auch in einem gesunden Körper wohnt bestätigt nicht nur die Medizin, sondern wir selbst können uns dies auch bestätigen. Längere mentale Stresssituationen führen häufig dazu, dass auch körperliche Symptome auftreten wie Niedergeschlagenheit, starke Kopfschmerzen, etc. Auch Menschen mit ausgeprägter Resilienz sind nicht immun dagegen und laufen immer mit einem Lächeln durch Krisen. Der springende Punkt bei diesen Menschen ist jedoch, dass sie sich schneller erholen und den Tiefpunkt aktiv zum Wendepunkt machen. Sie sind der Überzeugung, das hinter jeder Krise eine Chance der Veränderung wartet – so schwerwiegend die Krise auch sein mag.


Welche Bedeutung hat Resilienz für die Karriere?

Die gegenwärtigen als auch zukünftigen Arbeitsbedingungen sind vom Wandel geprägt. In nahezu allen Berufen erhält die Digitalisierung über kurz oder lang Einzug und so verändern sich auch Arbeitsprozesse. Diese Veränderungen erfordern Engagement und Flexibilität von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Ergo, ein Mehraufwand zur Bewältigung der Arbeitsprozesse durch Weiterbildungen, Coachings oder Trainings ist nötig, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Insbesondere wer nicht nur „Dienst nach Vorschrift“ verrichten, sondern auf der Karriereleiter aufsteigen möchte läuft Gefahr, sich zu verausgaben und der Belastung nur schwer standzuhalten. Sie müssen sich immer wieder neuen Situationen anpassen und manchmal werden Sie vielleicht auch scheitern. Resilienz ist in diesem Zusammenhang das dicke Fell das Ihnen die mentale und physische Kraft gibt, diese Belastungen ohne tiefere Einschnitte zu meistern.

Jede erfolgreiche Karriere wird auch Schattenzeiten erlebt haben und an dem ein oder anderem Punkt gescheitert sein. Aber, der konstruktive Umgang mit den daraus entstandenen negativen Gefühlen ist letzten Endes der Schlüssel zum Erfolg. Ein gescheiterter Karriereschritt ist lediglich ein zeitlich begrenztes Ereignis und kein Weltuntergang!

Allgemein lässt sich bei Menschen mit hoher Resilienz folgendes beobachten:

  • Misserfolge wiegen nur kurz schwer
  • Erfolge sind das Ergebnis von Bemühungen
  • Das Selbstwertgefühl ist stark ausgeprägt und unterliegt wenigen Schwankungen
  • Klare Ziele werden verfolgt
  • Realistischer Optimismus
  • Krisen und Probleme sind Herausforderungen, keine Schicksale
  • Der Glaube an die eigenen Fähigkeiten
  • Die Akzeptanz, dass auch Negatives zum Leben gehört

Die Ausprägung Ihrer inneren Widerstandskraft liegt in Ihren Händen, denn Resilienz ist lernbar. Auf welche Art und Weise Resilienz befördert werden kann, lesen Sie im folgenden Abschnitt.

Resilienz trainieren für mehr persönliche und berufliche Zufriedenheit

Ausgangspunkt des Resilienztrainings ist eine gute Beziehung zu sich selbst als auch zum (Arbeits-)Umfeld. Das mag esoterisch oder gar banal klingen, aber wer sich nicht damit auseinandersetzt, wird keine weiten Schritte im Training erzielen können.

Dr. med. Mirriam Prieß rät in erster Linie, fünf bedeutende Faktoren zu trainieren:

  • Beziehungsfähigkeit
  • Interesse
  • Empathie
  • Wertschätzung
  • Respekt

Interesse und Empathie bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die eigene Person, als auch auf die Person, die Ihnen gegenübersteht. Seien Sie weder zu streng mit sich selbst, noch mit anderen Menschen. Gerade im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten trennt sich häufig die Spreu vom Weizen – und so auch, wer erfolgreich Karriere macht und wer nicht. Dabei müssen Sie nicht jedermanns Liebling spielen, sondern vielmehr so agieren, wie Sie es sich auch von Ihrem Gegenüber im Umgang mit Ihnen wünschen.

Auch die Faktoren Wertschätzung und Respekt beziehen sich auf Sie selbst, als auch auf Ihr Gegenüber. Wenn Sie in der Lage sind sich selbst zu respektieren, mit all Ihren Vorzügen und Schwächen, erlangen Sie mehr Respekt vor sich selbst und werden ebenso von Anderen respektiert. Unfehlbarkeit kann sich niemand ernsthaft auf die Fahne schreiben, auch nicht der wichtigste Manager. Der adäquate und offene Umgang mit einem Scheitern oder einem Fehler zieht mehr Respekt nach sich, als jeder Anspruch auf Perfektion.

Wenn Sie sich die Ruhe und Zeit nehmen diese fünf Faktoren Stück für Stück zu erarbeiten, ist schon ein großer Schritt zur höheren Resilienz getan. Alle fünf Faktoren auf einmal zu trainieren ist hingegen wenig ratsam. Ebenso ist es es keine Schande sich Hilfe durch Workshops und Coachings zu holen, wenn die inneren Blockaden zu hoch sind.

Schlussendlich kann ein Training zu höherer Resilienz im Berufsleben nur dann fruchtbar sein, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich bewusst machen, dass sie wie ein Uhrwerk zusammenarbeiten. Werden Mitarbeiter langfristig überfordert, da sie 24 Stunden erreichbar sein müssen und nur noch für den Job leben um Karriere zu machen und Mehrwerte für das Unternehmen zu erzielen, nützt das beste Resilienztraining wenig. Nach Phasen der Anstrengungen und Entbehrungen müssen auch ruhigere Phasen folgen können. Wenn Unternehmen und Vorgesetzte dieses Bewusstsein aktiv im Arbeitsumfeld umsetzen und ihren Mitarbeitern nicht zu viel aufbürden, werden erfolgreiche Karrieren gefördert denen es nicht an Resilienz fehlt.

Schreibe einen Kommentar