Berufliche Neuorientierung für Studierende?!

Heute möchten wir euch einen interessanten Gastbeitrag der Autorin Claudia Fritzsche vom Studierendenportal Uniturm.de zum Thema Berufliche Neuorientierung für Studierende ans Herz legen. Uniturm.de ist das größte deutschsprachige Lernnetzwerk für Studierende und fungiert hauptsächlich als Sharing-Communitiy.

Die berufliche Neuorientierung ist nicht unbedingt das, woran Studierende nach dem Uniabschluss denken. Doch wenn sich im studierten Beruf einfach kein Job finden lässt, ist eine berufliche Neuorientierung oftmals die einzig sinnvolle Lösung. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten die man ausschöpfen kann – und ausschöpfen sollte. Damit die Umorientierung nicht zu Problemen bei der Jobsuche führt, sollte man die Marktlage prüfen und die neue Qualifikation mit Bedacht wählen.

Wenn auch Du auf der Suche nach der geeigneten Qualifikation bist, um deine berufliche Neuorientierung zu planen und dich beraten lassen möchtest, dann besuche uns vom 24. – 25. November auf der myQ Messe für Weiterbildung und Entwicklung in München, oder im Frühling 2018 vom 16. – 17. März in Düsseldorf.

Hier erhältst Du einen fundierten Überblick und alle wichtigen Informationen rund um das Thema berufliche Neuorientierung, Weiterbildung und Coaching. Alle Infos findest Du auch auf unseren Social Channels Facebook, Xing, LinkedIn und Twitter. Wir freuen uns auf Deinen Besuch!


Wann eine berufliche Neuorientierung ratsam ist

Das Studium ist beendet, der Abschluss ist in der Tasche und zahlreiche Bewerbungen wurden versandt. Bleibt die gewünschte positive Antwort aus, kann der Absolvent einige Zeit mit Praktika oder Zeitarbeit in seiner Branche überbrücken. Doch eine Dauerlösung sind diese Jobs nicht, sodass eine berufliche Neuorientierung früher oder später auf der Agenda steht.
Gleiches gilt selbstverständlich auch, wenn man sich im Studienberuf nicht wohl fühlt und eher mit Frust als Lust zur Arbeit geht. Fehlen Motivation, Spaß, Wertschätzung und Abwechslung im Berufsalltag, liegt ein Wechsel häufig nah. Doch gerade hier gilt es genau abzuwägen und die Entscheidung nicht Hals über Kopf zu treffen. Denn ein Jobwechsel kostet Zeit und stellt auch in finanzieller Hinsicht oft eine Hürde dar.


Die Auswahl des neuen beruflichen Weges sollte unbedingt zur eigenen Persönlichkeit und Motivation passen

Ausbildung oder ein weiteres Studium? Oder einfach beides kombinieren im Rahmen eines dualen Studiums? Oder, für die ganz Mutigen: ein eigenes Unternehmen gründen.
Wer sich nicht sicher ist in welche Richtung es gehen soll, sollte die Beratungsangebote der Agentur für Arbeit und der Studienberatungen wahrnehmen. Zudem hilft es natürlich auch immer, sich mit Eltern, Geschwistern und Freunden auszutauschen.

Erste Schritte zur Antwort auf die Frage, welcher Beruf zu den eigenen Interessen und der Persönlichkeit passt, kann man online in einem Selbsteinschätzungstest abfragen.

Ein Berufswahltest, wie jener von Uniturm.de, hilft dabei herauszufinden, welcher neue berufliche Weg interessant sein könnte. Die zweite Ausbildung sollte also wohl überlegt sein und bestenfalls direkt ins Berufsleben führen, denn ein Studienabbruch ist zwar kein Beinbruch, aber wenn es auch beim zweiten Anlauf holprig zugeht, könnten Personaler in Bewerbungsgesprächen auf die Idee kommen, unangenehme Fragen stellen.


Verschiedene Optionen für die berufliche Neuorientierung

Es kommt immer darauf an, welches Ziel man verfolgt. Wer nach dem Studienabschluss im richtigen Job landet, kann sich durch Weiterbildungen oder Coachings auf dem Laufenden halten. Wer hingegen eine berufliche Neuorientierung anstrebt, benötigt fundierte Informationen über realisierbare Möglichkeiten. Da ein weiteres Studium aus finanziellen und persönlichen Gründen manchmal schwierig umsetzbar ist, konzentriert sich die berufliche Neuorientierung häufig auf eine klassische Ausbildung oder eine Weiterbildung im Studienberuf. Die Chancen zum Einstieg in branchengleiche Berufe sind hoch, da das Studium anerkannt wird und eine Weiterbildung als Aufbau der Qualifikationen gern gesehen ist. Ein bewusster Einstieg in einem anderen Berufszweig erfordert in der Regel, die berufliche Neuorientierung auf eine umfassende Ausbildung zu stützen. Hierbei ist es hilfreich, sich auf Weiterbildungsmessen gezielt und persönlich vor Ort von Experten beraten zu lassen.


Lückenloser Lebenslauf mithilfe einer beruflichen Neuorientierung

Der beste Studienabschluss nützt nichts, wenn der Lebenslauf im Anschluss eine größere Lücke in der Beschäftigungszeit aufweist. Potenzielle Arbeitgeber sehen es ungern, wenn der Studienzeit ausschließlich Müßiggang gefolgt ist. Daher ist es sinnvoll sich fort- und weiterzubilden, neue Qualifikationen zu erwerben und durch diverse Praktika berufliche Erfahrungen zu sammeln.

Auch eine neue Ausbildung ist eine Chance, die Lücke im Lebenslauf zu vermeiden und für Vollständigkeit zu sorgen. Die Neuausrichtung zeigt Personalern, dass der Bewerber vielseitig interessiert, flexibel und belastbar ist.
Aber nicht immer lassen sich Leerzeiten in Lebensläufen vollständig vermeiden. Wenn man diese mit Schulungen, Sprachseminaren oder ehrenamtlichen Tätigkeiten füllt, wecken der Fleiß und das Engagement des Bewerbers einen positiven Eindruck bei Personalern. Jedes sinnvoll erworbene Zertifikat kann sowohl einer beruflichen Neuorientierung zuträglich sein, als auch dem Vermeiden einer Leerstelle im Lebenslauf. So oder so erhöhen sich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, denn Engagement und Motivation zahlen sich stets aus.


Eine berufliche Neuorientierung vermeidet Arbeitslosigkeit

In weiser Voraussicht ist vor dem Studium geprüft worden, wie sich die Arbeitsmarktchancen mit dem Abschluss in der Tasche gestalten. Doch während der Studienzeit kann sich einiges ändern, sodass eine berufliche Neuorientierung nicht kategorisch ausgeschlossen werden kann und sollte.
Statistiken zu Einstellchancen auf dem Arbeitsmarkt sind stets kritisch zu beäugen. In erster Linie sollte das Studienfach oder der Studienbereich den eigenen Interessen entsprechen. Dabei ist es aber natürlich nicht verkehrt, mit einem Auge auch auf die Einstellchancen und Anforderungen zu schielen. Dies gilt insbesondere dann, wenn man (z.B. durch die Familie, etc.) bei der Jobsuche verhältnismäßig unflexibel ist.

Sowohl die berufliche Neuorientierung in Form einer Ausbildung, als auch ein Ortswechsel können für sich die Jobsuche als Vorteil erweisen. Kaum Jemand studiert grundsätzlich ins Blaue hinein und möchte stetig am finanziellen Limit leben. Bei einer Umorientierung in der gleichen Branche sind die Erfolgschancen häufig sehr hoch einen Job zu bekommen.

Wer zum Beispiel „was mit Medien“ machen möchte und in diesem Bereich studiert hat, aber keine Anstellung findet, kann durch eine gezielte Weiterbildungsmaßnahme seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Insbesondere dann, wenn es eine Nische zu besetzen gibt.

So oder so – die Frage nach einer beruflichen Neuorientierung stellen sich Studierende nach dem Abschluss oder den ersten Berufsjahren häufiger als man denkt, denn nicht jeder Berufswunsch ist automatisch eine Berufung, das ist also kein Beinbruch! Wichtig ist was ihr daraus macht.

Schreibe einen Kommentar