Mit Präsentationen bewegen

Am Freitag startet die myQ Messe  vom 24. – 25. November in München und wir freuen uns sehr, Ihnen heute den inspirierenden Beitrag von Patrick Nini, Präsentationstrainer und Vortragsredner, als auch Gründer des Start-Ups Pitch5 vorstellen zu dürfen. Nini wird am Samstag, 25. November 2017, um 11.45 Uhr im Workshopbereich der Halle 3 sein Wissen zum Thema „Präsentationen in Bewegung setzten“ erfahrbar machen. Seien Sie live dabei und profitieren Sie vom Wissen der Profis, um Ihre Karriere zielgerichtet weiterzuentwickeln, denn…

Menschen zu bewegen ist die hohe Kunst des Präsentierens! Ob Sie vor einem Kunden oder Ihren Mitarbeitern sprechen – immer geht es darum, andere durch die Kraft Ihrer Rede zu überzeugen und damit zu einer bestimmten Handlung bewegen.

Sie interessieren sich für geeignete Weiterbildungen oder einem Coaching/Training, um in Zukunft noch besser auf Ihre Kunden oder Mitarbeiter eingehen zu können? Dann besuchen Sie auch im Frühjahr 2018 die myQ Messe in Düsseldorf vom 16. – 17. März, um Ihre Karriere weiterzuentwickeln.
Aktuelle Informationen rund um das Thema Weiterbildung und Karriere finden Sie in unserem Blog, als auch in unseren sozialen Netzwerken auf Facebook, Xing, Twitter und LinkedIn.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Das einfachste Mittel: Die Befehlsform – du musst!

Das einfachste Mittel, Menschen in Bewegung zu setzen, ist sie zu verpflichten – zum Beispiel, indem man seine Macht als Vorgesetzter ausübt. Doch Befehl oder gar Zwang wirken immer nur kurzfristig. Nach dem Motto „Dienst nach Vorschrift“ wird erledigt, was verlangt wird – mehr aber auch nicht! Keine Extraleistung, kein Ehrgeiz und schon gar keine Eigeninitiative. Nur wenn Mitarbeiter von ihrer Aufgabe wirklich überzeugt sind können sie bestmögliche Ergebnisse liefern und sind auch bereit, gerne die Extrameile zu gehen.


Schauplatz: Vertrieb

Im September 2014 beobachtete ich einen Vortrag auf der Messe „Swiss Office Management“ in Zürich. Der Redner stellte ein neuartiges Etikettiersystem vor, das als revolutionär angekündigt wurde. Doch nur fünf Zuhörer interessierten sich dafür. Bei einem anderen Vortrag, für den man dieselbe Anzahl von Stühlen vorgesehen hatte, war dagegen jeder Platz besetzt. Woran liegt es, dass man dem einen Redner überhaupt nicht zuhört und der andere die volle Aufmerksamkeit erhält? Der erste Redner zeigte am Beispiel seines Produkt Features auf die, wie es schien, niemanden interessierten – als hätte sein Publikum die angesprochenen Probleme gar nicht.

Wenn wir ein Produkt präsentieren müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie wir unseren Zuhörern einen Nutzen bieten können. Ein echter Nutzen stellt sich aber erst dann ein, wenn es für den Zuhörer relevant ist, es ihn oder seine Arbeit beeinflusst oder ein vorhandenes Problem löst. Nur wenn sich der Zuhörer für Sie interessiert können Sie ihn auch zur Handlung bewegen.


In drei Schritten Publikumsrelevanz herstellen

Lassen Sie uns die Frage anhand eines konkreten Beispiels näher beleuchten. Stellen Sie sich vor, Sie präsentieren ein neues Produkt: zum Beispiel eine Smartwatch, die den Puls messen oder Ihre Schritte zählen kann. Beides sind tolle Features und lösen bestimmt auch ein Problem, keine Frage. Aber wen interessiert Ihr Produkt?

1. Schritt: Welche Zielgruppe könnte sich für Ihre neue Smartwatch interessieren?

• Alle Menschen die Uhren tragen? Wohl eher nicht.
• Alle Menschen die Uhren tragen und ihren sportlichen Fortschritt messen möchten? Schon eher.

Es geht aber noch detaillierter:

Menschen mit hohem Puls,
• die etwas dagegen unternehmen möchten,
• die etwas dagegen unternehmen möchten und noch keine Smartwatch haben.

Menschen die tagsüber aktiver sein möchten,
• die zudem eine kleine Motivation benötigen,
• die zudem eine kleine Motivation benötigen und noch keine Smartwatch haben.

2. Schritt: Stellen Sie Relevanz her!

Wählen Sie eine Gruppe die an Ihrer Uhr interessiert sein könnte. Reden Sie keinesfalls bloß über technische Details. Erzählen Sie, durch welche Aktivitäten man den Puls steuern kann, warum und wann ein zu hoher Puls gefährlich werden kann. So stellen Sie eine Relevanz her. Wenn Ihre Uhr nun dabei hilft den Puls zu kontrollieren und die Gesundheit zu verbessern haben sie sogleich den dritten Schritt erreicht:

3. Schritt: Stellen Sie emotionalen Nutzen her!

Argumente allein reichen nicht aus, um andere zu überzeugen und zum Handeln zu bewegen. Dafür braucht es Emotionen. Emotionen die wir gerne fühlen wie etwa Freude, Zufriedenheit oder Glück. Oder Emotionen, die wir lieber vermeiden möchten wie Angst, Sorge und Unsicherheit. Ihre Uhr trägt also dazu bei, ein zufriedenes Leben ohne Angst zu führen und gibt Ihnen Sicherheit! Bingo!


Präsentieren Sie dort, wo Ihre Zielgruppe ist

Zu einer guten Vorbereitung gehört auch abzuwägen, wo eine Präsentation Sinn macht – und wo nicht. Muss Ihre Smartwatch auf jeder Uhrenmesse präsentiert werden oder eignet sich eine Gesundheitsveranstaltung möglicherweise besser? Nur wenn Sie Ihre Zielgruppe genau kennen, können Sie diese Frage beantworten.

Fokussieren Sie sich bei der Vorbereitung und Erstellung Ihrer Präsentation nicht zu sehr auf die Eigenschaften Ihres Produkts (z.B. die Features Ihrer Smartwatch). Mit Features allein überzeugen Sie nicht. Vielmehr gilt es vor jedem Vortrag Inhalt und Botschaft so anzupassen, dass sie sowohl interessant als auch relevant für die Zuhörer werden.

Ich bin Uhrenträger und hatte bis vor zwei Monaten Smartwatches kaum Beachtung geschenkt. Erst seit meine Ärztin Unregelmäßigkeiten bei meinem Puls festgestellt hat, ist das Thema für mich relevant. Eine Präsentation über eine Smartwatch hat mich in Bewegung gesetzt etwas zu ändern!

Zum Weiterlesen:
Das Buch zum Workshop von Patrick Nini „Speech Pad®: Warum gut präsentieren heute anders geht… Und wie Sie es lernen und anwenden können“ ist in diesem Jahr im Gabal Verlag erschienen.